Warum heizen mit einer Pelletheizung immer beliebter wird.


Pelletheizungen gewinnen zunehmend an Beliebtheit - sie sind ein Kompromiss zwischen der komfortablen Öl- oder Gasheizung und dem preiswerten Heizen mit dem Rohstoff Holz. Das Heizen mit Holzpellets ist preiswerter als das Heizen mit Öl oder Gas. Während sich der Öl- und Gaspreis stark durch politische Ereignisse aus den Herkunftsländern beeinflussen lässt, ist der Preis für Pellets, welche direkt in Deutschland gewonnen werden, nahezu stabil und im Vergleich mindestens 15 bis 40 % günstiger.

IBC Pelletkessel GK 4K oekoEin Großteil unserer Pellets wird aus dem „Abfallprodukt“ der Holzverarbeitungsindustrie im Inland hergestellt. Derzeit werden erst zehn Prozent der Holzabfälle, wie Holzspäne oder Holzstaub, für die Herstellung von Pellets verwendet. Die Emissionswerte einer modernen Pelletheizung sind niedrig, der Wirkungsgrad hingegen sehr hoch. Eine Pelletheizung muss nicht teuer sein, gute Pelletheizungen gibt es bereits ab ca. 4.000 €. Besonders emissionsarme Pelletheizungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz "BAFA" genannt, gefördert: die Basisförderung beträgt für die Installation einer Pelletheizung 3.000 € und kann bis auf 4.800 € steigen, wenn eine alte Öl- oder Gasheizung gegen eine von dem BAFA geförderte Pelletheizung getauscht wird.

 

Wie funktioniert eine Pelletheizung?


Eine Pelletheizung besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten: einem Vorratsbehälter oder Vorratsraum, einer Fördermöglichkeit in Form einer Schnecke (Spiralförderung) oder Saugsystems, einem Pelletbrenner, in welchem die Pellets verbrennen und einem Wärmetauscher in dem die Temperatur der erzeugten heißen Gase an das Wasser in die Heizanlage übergeben werden.
Bei den meisten Pelletheizungen ermittelt der Pelletbrenner den Bedarf aus dem Heizwert der Pellets und bestimmt, wie viel Pellets in den Pelletbrenner gefördert werden. Die Pellets fallen also in den Pelletbrenner und werden hier mittels elektrischer oder keramischer Zündelemente angezündet und eine Flamme erzeugt. Über eine Fotozelle erfährt der Pelletbrenner permanent die Intensität der Flamme. Ein zusätzliches Gebläse versorgt die Verbrennung kontrolliert mit Luft. Die meisten Pelletheizungen können Ihre Leistung modulieren. Dies bedeutet, dass die Leistung (Kilowatt, Kurz "KW") dem Bedarf besser angepasst werden kann.
Da Pellets in Abhängigkeit der benötigten Wärme höchst dosiert verbrannt werden, ist eine Pelletheizung maximal effizient. Wer keine Erfahrung mit einer Pelletheizung hat und kostengünstig in diese Alternative einsteigen will, der kann einen kleinen Vorratsbehälter neben den Pelletkessel stellen und diesen mit Pellets aus Sackware befüllen. In der Regel beträgt das Gewicht je Sack 15 kg. Sackware ist nur unwesentlich teurer als lose Ware.

 

Was man über Holzpellets wissen sollte.

Die beste Pelletheizung nützt nichts, wenn minderwertige Pellets zum Heizen verwendet werden. Einige Verbraucher glauben, dass sie nach den Ausgaben für eine neue Pelletheizung richtig sparen können, wenn sie preiswerte Pellets kaufen. Die Qualität der angebotenen Pellets ist sehr unterschiedlich, daher ist eine Kaufentscheidung für Pellets, welche mit "DINplus" oder "ENplus" gekennzeichnet sind, die Richtige.
Pellets werden überwiegend aus Sägespänen der holzverarbeitenden Industrie hergestellt. Derzeit werden ca. 10% der Holzabfälle zu Pellets weiterverarbeitet. Die gängigste Pelletgröße ist 6 mm Durchmesser und eine Länge von 3-40 mm. DINplus / ENplus Pellets werden ohne Zugabe von chemischer Bindemittel unter hohem Druck gepresst. Das holzeigene Lignin dient als Bindemittel.
Experiment: Wenn man ein Pelletstück in ein Glas Wasser legt, so muss dieses aufquellen. Quillt es nicht auf, so werden Bindemittel verwendet .
Der Heizwert hochwertiger Holzpellets beträgt ca. 5 kWh/Kg. 2 KG Pellets ersetzen also circa einen Liter Heizöl oder einen Kubikmeter Erdgas.

 

Welcher Pelletvorratsbehälter ist der Richtige?

Viele Hersteller bieten ihren Kunden passend zur Pelletheizung einen Tagesvorratsbehälter an, dieser reicht von einem bis zu sieben Tagen. In diesem Fall, werden die Pellets als Sackware (15 kg je Sack) bestellt und müssen je Verbrauch regelmäßig in den Tagesbehälter gefüllt werden. Wenn man sich für einen Vorratsraum oder ein Silo zur Versorgung mit Pellets entscheidet, dann entfällt das regelmäßige Nachfüllen des Tagesbehälters. Lose Pelletware im Vergleich zu Sackware machen nur einen kleinen Unterschied von ca. 2-5 € je Tonne im Anschaffungspreis. Für Einsteiger empfehlen wir den Einsatz mit einem Tagesvorratsbehälter. Der Vorteil ist der günstige Anschaffungspreis, der minimale Arbeitsaufwand (Vorratsraum muss nicht hergerichtet werden), aber auch die Platzersparnis. Eine Erweiterung zum Vorratsraum oder Silo ist jederzeit möglich.

 

Woran erkenne ich, dass die Pelletheizung richtig eingestellt ist?

Ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der optimalen Verbrennung, ist die Asche. Bei einer vollständigen Verbrennung ist die Asche sehr fein. Es dürfen nur vereinzelt verkohlte oder teilweise unverbrannte Pellets in der Asche liegen, die beim Ausblasen des Brenners anfallen können.
Ein weiterer Indikator ist das Rauchbild des Schornsteins, unter Volllast sollte hier kein Rauch sichtbar sein.

 

Für und wider – wann macht eine Pelletheizung Sinn?

Das Heizen mit Holzpellets ist eine günstige Alternative zur Öl- oder Gasheizung. Der Pelletpreis liegt im Schnitt ca. 15-40 % günstiger zum Öl oder Gas.

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Im Vergleich zum Heizen mit Holz bietet eine Pelletheizung mehr Komfort, da die Nachlegeintervalle je nach Größe des Vorratsbehälters reduziert werden und der zu entfernende Ascheanteil bei DINplus oder ENplus Pellets kleiner 1% ist. Auf 1.000 Kilogramm Pellets entfallen nur etwa 10 Kilogramm Asche). Wenn Brennholz gekauft wird, aber auch dann, wenn Wald selbst bewirtschaftet wird, sollte man die Kosten für das abnutzbare Equipment und die Zeit des Arbeitsaufwandes für das Spalten und Stapeln nicht außer Acht lassen. Ab einem Preis von über 55 € je Raummeter für naturbelassenes Scheitholz lohnt sich der Umstieg auf Pellets.
Wir raten jedoch den Einsatz eines Pelletkessel bei Fremdvermietung ab, es sei denn, der Mieter wünscht dies ausdrücklich.

 

Für und wider – wann macht eine Pelletheizung Sinn?

  • Nicht am Pelletpreis sparen – Pellets in guter Qualität mit hohem Heizwert kaufen!
  • Beim Reinigen des Pelletheizung auch das Ofenrohr reinigen!
  • Zugbegrenzer installieren, damit keine unnötige Wärme verloren geht!
  • Die Temperatur der Pelletheizung nicht unnötig hoch einstellen ansonsten hat man einen proportional höheren Verbrauch!
  • Jährliche Wartung durchführen lassen!

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